Attraktive Websites – ein Plädoyer


Die Bedeutung der Unternehmens-Website
Wer kennt es nicht: Man sucht ein passendes Restaurant, einen Arzt in der Nähe, eine gute Autogarage oder Zubehör und Teile fürs Hobby. Während noch vor 20 Jahren umständlich in lokalen Branchenverzeichnissen oder im Telefonbuch geblättert wurde, geschieht dies heute in acht von zehn Fällen online am PC oder (weit häufiger) am Smartphone. Oft vergeht dem Suchenden aber schnell die Lust auf Dienstleistungen oder Waren, weil die Suche nicht zum Ziel führt. Eine Faustregel besagt: Wenn es dem Anbieter während der ersten fünf bis zehn Sekunden nicht gelingt, das Interesse potentieller Kunden zu wecken, hat er sie schon verloren, bevor er sie gewonnen hat.
Dabei ist die Schweiz ein ausgesprochenes KMU-Land, was nur den wenigsten bewusst ist. So sind über 99 % aller Schweizer Unternehmen kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wiederum 90 % davon sind so genannte Mikrounternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden und bilden die häufigste Unternehmensform. Diese Unternehmen sind in allen Sektoren vertreten, insbesondere in der Landwirtschaft, aber auch stark im Dienstleistungssektor.
Handlungsbedarf bei KMUs vorhanden
Zwischen Juni und Juli 2025 analysierten die Hochschule Luzern und localsearch.ch rund 47'000 KMU-Websites. Das Ergebnis erstaunt: Von den Mikrounternehmen haben nur ein Drittel eine eigene Website, während bei mittleren Unternehmen (bis 250 Mitarbeitende) fast alle online präsent seien. Während 77 % der Bevölkerung eine digitale Terminreservation wünscht, verfügen lediglich 7 % der analysierten KMU-Websites über ein professionelles Buchungstool, das bei über 50 % der Benutzer hoch im Kurs stehe. So kann man Termine für den anstehenden Radwechsel oder eine Therapie oder für Termine für Kosmetik, Podologie, Massage oder Coiffeur schnell, unkompliziert und ohne Telefonate buchen.
Weitere Untersuchungen fördern besonders bei KMUs weitere, teils eklatante Mängel zutage. Dazu gehören ein komplizierter Aufbau der Webpage (verschachtelte Strukturen, zu viele Unterpunkte, zu viel Information), eine schlechte Lesbarkeit oder lange Ladezeiten. Denn wer wartet und sucht schon gerne!!! Greift man via Smartphone oder Tablett auf die Homepage, verschlimmert sich das Bild noch weiter. Viele Webseiten funktionieren nur beim Webzugriff via PC/Notebook korrekt, aber nicht oder nur unzureichend via Mobilgerät. So stösst man immer wieder auf Webpages, die man auf dem Mobilgerät kaum lesen kann, was völlig unprofessionell wirkt.
Grundsatzfragen
So stellt sich die Frage, was man verändern und wo beginnen sollte. Ganz im Sinne des klassischen Marketings sollte sich das KMU ganz grundsätzliche Fragen stellen, z.B.:
- Wer sind wir, was wollen wir und was bieten wir an?
- Welche Kunden und welches Image haben wir?
- Gibt es Ideen und Potential für neue Angebote/Dienstleistungen?
- Welche Kunden wollen wir damit ansprechen und dazu gewinnen?
Mögliche Antworten sollte das KMU kurz skizzieren und schriftlich festhalten, auch visuell (Notizblatt, Flipchart, One Note etc.). Vielleicht bestehen darüber hinaus bereits konkrete Ideen und Vorstellungen, wie sich das KMU eine eigene Homepage vorstellt und wie sie aussehen könnte.
Beispielfragen dazu: Sollte die Homepage stark strukturiert oder darf sie animiert sein und dynamisch wirken, etwa mit häufig wechselnden Inhalten? Welche Farben wünscht man sich? Welche Schrifttypen sind gewünscht oder werden bereits im Unternehmen verwendet?
Weiter: Hat das KMU ein eigenes Logo oder muss dies erst entwickelt werden? Oder ist es veraltet und man wünscht sich ein neues Logo oder gleich einen andersartigen, ganz neuen Auftritt? Falls das KMU bereits über ein umfassendes Corporate Design (CD) verfügt: Ist es vollständig definiert und beantwortet es obige Fragen?
Ziele der Homepage
Wie man schnell erkennt, hat der Webauftritt eines KMUs viel mit dem Angebot, den Kunden und dem Firmenimage zu tun. Denn die neue Homepage sollte bestehende Kunden nicht abschrecken, sondern anziehend wirken und den Kundenstamm erweitern helfen. Nun geht es an die Umsetzung. Dafür sind ein Budget einzuplanen und ein Profi beizuziehen, welcher das nötige Rüstzeug im Bereich Webdesign mitbringt und gemeinsam mit dem Kunden Ideen sammelt, bündelt und umsetzt.
Oft bleiben dabei gute Ideen im Detail stecken. So fallen in der Praxis oft amateurhaft erstellte Fotos der Mitarbeitenden und der Inhaber auf, die eher wie Schnappschüsse daherkommen. Entweder sind die Fotos verzerrt, zeigen die Menschen darauf in ungünstigem Winkel oder zu nah/zu weit entfernt oder vor einem unpassenden Hintergrund. Auch hier sorgt ein Profi dafür, dass die Firma und die Menschen dahinter in einem angenehmen Bild erscheinen.
Positives Image kreieren
Eine Homepage sollte dem Image des KMUs entsprechen und das Unternehmen in einem positiven Licht erscheinen lassen. Weder zu viel Bewegung noch grelle Farben mit wenig Kontrast sind da hilfreich. Auch eine mit Gratistools selbst «gebastelte» Homepage ist in den allermeisten Fällen nicht zielführend und spart höchstens bei der Erstellung Kosten. Denn wenn bestehende oder Neukunden sie kaum lesen können, die gesuchten Informationen nicht finden und nach spätestens zehn Sekunden «abhängen», bringt das Sparen am Ende gar nichts, im Gegenteil. Denn der erste Eindruck zählt und bleibt meist länger, als es uns lieb ist – gerade bei Firmenauftritten.
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