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Core Web Vitals: Schneller zu mehr Leads für KMU

Core Web Vitals: Schneller zu mehr Leads für KMU

Luca
December 12, 2025
5 min
Schnelle Websites gewinnen Kunden. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit senkt die Abschlusswahrscheinlichkeit und erhöht Absprünge. Wer seine Seite beschleunigt, verbessert nicht nur das Nutzererlebnis, sondern auch Sichtbarkeit bei Google und die Anzahl Anfragen. Dieser Leitfaden erklärt verständlich, worauf es bei den Core Web Vitals und der Ladezeit ankommt, wie du sie misst und welche Massnahmen in kurzer Zeit Wirkung zeigen.

Warum Geschwindigkeit ein Umsatzfaktor ist

Menschen erwarten Antworten in Sekundenbruchteilen. Dauert der Seitenaufbau zu lange, brechen sie ab, besonders mobil. Die Ladezeit beeinflusst entscheidende Kennzahlen: weniger Absprünge, höhere Verweildauer, mehr Klicks auf Kontakt-Elemente, bessere Conversionrate. Dazu kommt der SEO-Effekt: Performance ist ein Qualitäts­signal für Suchmaschinen. Kurzum, Geschwindigkeit ist kein Entwicklerdetail, sondern Teil deines Vertriebs.

Core WebVitals einfach erklärt

Die Core Web Vitals sind drei Kennwerte, die das reale Nutzererlebnis abbilden.

Largest Contentful Paint (LCP)

Das ist die Zeit, bis das grösste sichtbare Element deiner Seite geladen ist. Meist das grosse Titelbild. Stell dir vor, du betrittst ein Geschäft und der Haupteingang klemmt. Je schneller offen, desto besser der erste Eindruck. Ziel: unter 2,5 Sekunden. LCP misst, wie schnell das grösste sichtbare Element im Viewport geladen wird, beispielsweise ein Hero-Bild oder eine grosse Headline. Zielwert unter 2.5 Sekunden.

Cumulative Layout Shift (CLS)
Das beschreibt, wie stark Inhalte beim Laden hin- und herspringen. Beispiel: Du willst auf „Kontakt“ tippen, plötzlich verrutscht alles und du klickst daneben. Ziel: so wenig Bewegung wie möglich (unter 0,1). CLS misst das visuelle Springen von Elementen beim Laden. Ursachen sind oft nachträglich geladene Schriften, Bilder ohne feste Dimensionen oder spätes Einblenden von Bannern. Zielwert unter 0.1.

Interaction to Next Paint (INP)
Wie flott reagiert die Seite, wenn man klickt oder tippt? Vergleich: Du rufst in einem Betrieb an: Hebt jemand sofort ab oder wartest du lange in der Warteschleife? Ziel: Reaktion in unter 0,2 Sekunden. INP misst die Reaktionsfähigkeit bei Interaktionen wie Klicks, Taps oder Eingaben. Lange JavaScript-Aufgaben, blockierende Skripte oder aufwändige Effekte erhöhen den Wert. Zielwert unter 200 ms.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Labor- und Felddaten. Labordaten entstehen in Tools wie Lighthouse unter kontrollierten Bedingungen, Felddaten stammen aus echter Nutzung. Für die Bewertung zählt letztlich das reale Nutzerverhalten.

So misst du Performance richtig

Beginnemit einer schnellen Standortbestimmung und richte danach ein einfaches Monitoring ein. Nachfolgend liste ich dir eine grobe Übersicht von einigen hilfreichen Tools:

PageSpeed Insights
Ein erstes Bild der Leistungsfähigkeit. Du erhältst Labordaten, ggf. Felddaten, Prioritäten und konkrete Handlungsempfehlungen.

Lighthouse im Browser
Für Entwicklerinnen und Entwickler praktisch, um gezielt Seitenzustände zu testen, zum Beispiel mit deaktivierten Erweiterungen.

Search Console Core Web Vitals Report
Zeigt, wie viele URLs deiner Website basierend auf Felddaten gut, verbesserungsbedürftig oder schlecht sind. Ideal, um Fortschritte zu beobachten.

Google Web Analytics
In GA4 (Google Analytics 4) siehst du, wie sich Absprungrate, Verweildauer und Conversionrate mit Optimierungen verändern. Nutze UTM-Parameter für Kampagnen, um Seitengeschwindigkeit mit Traffic-Quellen zu verknüpfen.

Die wichtigsten Quick Wins für KMU

Viele Performance-Gewinne erreichst du mit wenigen, gezielten Anpassungen.

Bilder

Setze moderne Formate wie WebP oder AVIF ein, skaliere Bilder auf die tatsächlich benötigte Grösse und aktiviere Lazy Loading für Bilder ausserhalb des sichtbaren Bereichs. Hinterlege Breite und Höhe, damit der Layoutfluss stabil bleibt.

Schriften

Verwende Systemschriften oder lade Webfonts effizient. Aktiviere font-display swap, reduziere Schriftschnitte und kombiniere sie sinnvoll. Idealerweise Self-Hosting statt externer CDNs.

JavaScript und CSS

Entferne ungenutzten Code, minifiziere und bündele Dateien, lade Skripte asynchron oder verzögert, sofern sie nicht für den First Paint nötig sind. Prüfe Bibliotheken, die du kaum nutzt, und ersetze schwere Plugins durch leichtere Alternativen.

Above-the-Fold Priorisierung

Alles, was Nutzerinnen und Nutzer sofort sehen, hat Vorrang. Styles und Assets für den sichtbaren Bereich früh laden, grosse Elemente kritisch priorisieren, einfache Hero-Sektionen statt schwerer Slider.

Caching und CDN

Nutze Browser-Caching, setze sinnvolle Cache-Header und verteile statische Assets über ein CDN. Besonders für mobile Nutzerinnen und Nutzer bringt das spürbare Vorteile.

Hosting und Server

Wähle ein performantes Hosting, aktiviere HTTP/2 oder HTTP/3 und stelle Komprimierung wie Brotli oder Gzip sicher. Prüfe regelmässig Datenbank- und PHP-Versionen, wenn du WordPress einsetzt.

Stabilität und Werbebanner

Statische Platzhalter für eingeblendete Elemente vermeiden Layoutverschiebungen. Platz für Consent-Banner und Widgets von Anfang an reservieren.

Webflow- und WordPress-spezifische Tipps

In beiden Systemen lassen sich mit Bordmitteln viel erreichen, wenn du auf ein paar Prinzipien achtest.

Webflow

Verzichte auf unnötige Interactions oder reduziere deren Umfang. Exportiere Bilder direkt in WebP, kontrolliere die Bilddimensionen und setze Lazy Loading. Achte auf schlanke Collection-Listen und filtere Inhalte so, dass Startseiten nicht unnötig aufgeblasen werden. Nutze die Publishing-Optionen, um saubere, minifizierte Assets zu generieren, und prüfe eingebettete Skripte.

WordPress

Wähle ein leichtes Theme ohne überflüssige Builder-Last. Reduziere die Anzahl Plugins auf das Notwendige, ersetze mehrere kleine Helfer durch ein gut gepflegtes Performance-Plugin für Caching, Minifizierung und Bildoptimierung. Self-Host Webfonts, aktiviere serverseitiges Caching und verwende ein CDN. Halte Core, Theme und Plugins aktuell.

Beispielhafte Vorher-nachher-Situationen

Ein KMU lädt auf der Startseite vier hero-grosse Galerie­bilder in Originalgrösse mit je >1 MB. Nach Umstellung auf WebP, korrekte Skalierung und Lazy Loading sinkt die Startseitenlast um mehrere Megabyte, LCP verbessert sich spürbar, und die Absprungrate reduziert sich.

Priorisieren mit Wirkung

Nicht jede Empfehlung ist gleich viel wert. Beginne mit Massnahmen, die viele Seiten betreffen und sofort Effekte bringen. Bilder und Schriften stehen fast immer zuoberst. Danach folgen das Aufräumen von JavaScript, das Einführen von Lazy Loading und der Einsatz von Caching. Infrastruktur­themen wie Hosting und CDN sind Hebel mit hohem Einfluss, wenn der Content bereits sauber ist.

Einfaches Reporting etablieren

Lege ein monatliches Kurzreporting an, das drei Fragen beantwortet. Was hat sich verbessert, was bremst noch, was setzen wir als Nächstes um. Ergänze ein vierteljährliches Review für grössere Themen wie Hosting-Wechsel, CDN oder Code-Aufräumarbeiten. So bleibt Performance ein Prozess, keine Einmalaktion.

Checkliste für schnelle Fortschritte

·      Bilder in WebP/AVIF, korrekt skaliert und mit Lazy Loading.

·      Webfonts reduzieren, font-display swap, möglichst self-hosted.

·      Nicht benötigtes JavaScript entfernen, verbleibende Skripte asynchron oder verzögert laden.

·      CSS und JS minifizieren und bündeln, kritische Styles priorisieren.

·      Hero-Bereich vereinfachen, Slider durch statische Visuals ersetzen.

·      Browser-Caching aktivieren, CDN für Assets nutzen.

·      Hosting prüfen, HTTP/2 oder HTTP/3 aktivieren, Komprimierung einschalten.

·      Bild- und Videoelemente mit Breite und Höhe versehen, Platzhalter für nachträgliche Einblendungen.

·      Core Web Vitals in der Search Console beobachten, Lab- und Felddaten vergleichen.

·      Monatliches Kurzreporting und vierteljährliche Massnahmenplanung einführen.

Häufige Fragen

Reicht es, nur die Startseite zu optimieren?
Die Startseite ist wichtig, aber Nutzerinnen und Nutzer landen oft auf Unterseiten. Optimiere priorisiert alle Seiten mit hohem Traffic oder hoher Conversion-Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel Leistungen und Kontakt.

Beeinflussen PageSpeed-Scores direkt das Ranking?
Scores selbst nicht, aber die zugrunde liegenden Nutzer­signale und die technische Qualität sind für Suchmaschinen relevant. Nutzerfreundlichkeit bleibt der Kern.

Wie stark helfen Page Builder oder Themes?
Ein leichtes, gut gewartetes Theme ist ein Vorteil. Entscheidend ist aber, wie du Inhalte und Skripte einsetzt. Weniger Ballast und saubere Struktur schlagen Funktionsüberfluss.

Sind Videos schlecht für Performance?
Nicht, wenn du sie sorgfältig einbindest. Nutze Vorschaubilder, lade Player erst auf Interaktion und reduziere Autoplay, besonders im sichtbaren Bereich.

Fazit und nächster Schritt

Website-Performance ist ein kontinuierlicher Prozess mit messbarem Geschäftsnutzen. Wenn du die Core Web Vitals im Blick behältst, Bilder und Schriften schlank hältst, Skripte aufräumst und Caching plus CDN nutzt, verbesserst du Nutzererlebnis, SEO und Conversion zugleich.

Melde dich über unser Kontaktformular für ein kurzes Performance-Audit. Gerne messen wir deine Core Web Vitals, zeigen die grössten Bremsen und liefern dir eine priorisierte Quick-Win-Liste für die nächsten 30 Tage.

Luca
Inhaber & Mitgründer, 27media

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