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Die 8 häufigsten Webdesign-Fehler bei KMU – und wie du sie vermeidest

Die 8 häufigsten Webdesign-Fehler bei KMU – und wie du sie vermeidest

Luca
January 2, 2026
3 min
Viele KMU investieren in eine neue Website und sind überrascht, wenn trotz modernem Design zu wenig Anfragen eintreffen. Häufig liegt es nicht am Angebot, sondern an vermeidbaren Hürden: unklare Botschaften, schwer auffindbare Kontaktwege, langsame Ladezeit oder eine Navigation, die mehr verwirrt als hilft. Dieser Leitfaden zeigt die 9 häufigsten Webdesign-Fehler mit klaren Lösungen, kurzen Praxisbeispielen und einer Checkliste, die du sofort anwenden kannst.

Fehler 1: Unklare Startaussage

Besucherinnen und Besucher landen auf der Startseite und wissen in den ersten drei Sekunden nicht, was ihr anbietet und für wen. Ohne schnelle Orientierung springen viele wieder ab. Um das zu beheben, formuliere ganz oben eine klare Aussage mit Nutzen und Zielgruppe. Beispiel: Treuhand für KMU in Solothurn. Darunter ein kurzer Satz, der erklärt, wie ihr helft: Wir kümmern uns um Buchhaltung und Jahresabschluss, damit Sie den Kopf frei haben.  Mach den 10-Sekunden-Test: Lies nur die erste Überschrift und den ersten Absatz. Ist klar, was ihr tut, für wen und warum das nützt?

Fehler 2: Versteckte Kontaktwege

Telefonnummer, E-Mail oder Anfrage-Button sind versteckt in der Fusszeile. Wer aktiv werden will, muss suchen. Für den Nutzer ist das schon zu mühsam, was sich dann auch in den ausbleibenden Kontaktanfragen zeigt. Deshalb: Zeige oben sichtbar einen Haupt-Button wie «Angebot anfragen» oder «Termin buchen». Auf der mobilen Version deiner Website gehören Telefon-Button und ein kurzes Formular in den sichtbaren Bereich. Setze Telefonnummer und Anfrage-Button in Kopfzeile und erneut am Ende jeder Leistungsseite. Die Nummern müssen unbedingt klickbar sein.

Fehler 3: Schwache Lesbarkeit

Zu kleine Schrift, wenig Zeilenabstand, schwacher Kontrast? Wenn dein Website-Inhalt anstrengend zum Lesen ist, gehen wichtige Infos unter. Noch schwerwiegender: Niemand wird es lesen und springt wieder ab. Nutze daher eine ausreichend grosse Schrift. Fancy Schriften sehen zwar schön aus, sind aber auch anstrengend zum Lesen. Leg deinen Fokus als lieber auf Lesbarkeit. Verwende zudem klare Absätze, kurze Sätze und starke Kontraste zwischen Text und Hintergrund. Bei längeren Texten ist eine klare Gliederung mit Zwischenüberschriften und Listen ebenfalls sehr wichtig. Hier eine Faustregel, die dir den textlichen Aufbau erleichtert: Ein Gedanke pro Absatz. Prüfe beispielsweise am Handy, ob die Abschnitte angenehm scrollbar sind.

Fehler 4: Überladene Navigation

Zu viele Menüpunkte und lange Dropdowns lenken ab. Menschen verlieren den Überblick. Eine intuitive Navigation ist somit nicht gegeben. Begrenze also die Hauptnavigation auf 5–7 Punkte. Bündle die Leistungen und platziere die Kontaktmöglichkeit separat. Rechtliches (Impressum, Datenschutz) gehört in die Fussnavigation. Frage dich: Welche Wege braucht die Zielgruppe wirklich häufig? Was ist „nice to have“, aber kein Muss?

Fehler 5: Keine klaren nächsten Schritte

Es ist unklar, was nach dem Lesen passieren soll: Anrufen? Formular senden? Etwas downloaden? Definiere pro Seite ein Hauptziel und eine eindeutige Handlung. Nutze klare Verben: Jetzt anrufen, Angebot anfordern, Termin sichern. Vermeide schwammige Formulierungen.

Fehler 6: Langsame Ladezeit

Die Bilder oder Elemente sind zu gross. Slider bremsen die Seite aus. Skripte blockieren deine Seite. Besucherinnen und Besucher warten ungern. Auch Google merkt das und straft deine Seite ab. Achte darauf, Bilder in passender Grösse zu speichern. Setze hierfür beispielsweise moderne Formate wie WebP ein. Lass unnötige Effekte oder grosse Elemente weg. Ein ruhiger, schneller Startbereich wirkt besser als einer, der mit schweren Elementen vollbepackt ist. Teste regelmässig mit Tools wie beispielsweise PageSpeed Insights die Performance deiner Website. Starte mit der Homepage und den meistbesuchten Seiten. Teste immer mit diesem Ziel: spürbar schneller, nicht perfekter Labor-Score.

Fehler 7: Schlechte mobile Bedienung

Die mobile Version ist einer der zentralsten Faktoren für den Erfolg deiner Website. Fehlen. Fehlen hier Klickflächen, passt die Schriftgrösse nicht oder liegen Buttons zu nahe beieinander? Alles Dinge, die für eine nutzerunfreundliche Navigation verantwortlich sind. Am Handy ist das frustrierend. Sorge hier für ein Erlebnis, das deine Nutzer begeistert. Das ist ein nicht verhandelbarer Punkt.

Fehler 8: Zu wenig Struktur in den Inhalten

Alles ist irgendwie da, aber ohne roten Faden. Menschen wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Vielleicht wirkt die Website zwar ästhetisch ansprechend, jedoch verfehlt sie ihre Absicht. Baue somit jede Leistungsseite gleich auf: Verfasse den Nutzen in einem Satz und für wen das Angebot ist. Füge einen klaren Ablauf in wenigen Schritten hinzu. Dazu ein kurzes Beispiel, die Preislogik oder das konkrete Angebot. Eine wiederholbare Inhaltsvorlage spart Zeit und steigert die Abschlussquote, weil Erwartungen schnell erfüllt werden.

Mini-Checkliste: 15-Minuten-Review deiner Website

  • Startaussage klar in 10 Sekunden
  • Kontaktwege sichtbar oben, mobil klickbar
  • Gute Lesbarkeit: Schrift, Abstand, Kontrast
  • Navigation schlank und logisch
  • Pro Seite ein klares Ziel mit Button
  • Schneller Seitenaufbau, keine schweren Slider
  • Vertrauen sichtbar: Zitate, Beispiele, Logos
  • Mobile Bedienung ohne Frust
  • Wiederholbare Struktur auf Leistungsseiten

Messbar machen, was zählt

Ohne Messung bleibt es Gefühlssache. Lege einfache Ziele fest: Telefonklicks, Formular-Abschlüsse, Terminbuchungen. Nutze kleine Kennzeichnungen am Link, sogenannte UTM-Parameter. Das sind Text-Anhänge wie ?utm_source=google&utm_medium=organic, die in deiner Analyse anzeigen, woher ein Besuch kam. So siehst du monatlich, welche Seiten und Kanäle wirklich Anfragen bringen.

Mini-Glossar in einfachen Worten

Call to Action (CTA): Die konkrete Einladung zum nächsten Schritt, zum Beispiel Jetzt anrufen oder Angebot anfordern.
Above the Fold: Der Bereich, den man sieht, bevor man scrollt. Hier gehören die wichtigsten Aussagen und Kontaktwege hin.
Absprung: Jemand besucht eine Seite und verlässt sie ohne weitere Aktion. Hohe Absprünge deuten oft auf Unklarheit oder Ladezeit-Probleme hin.
UTM-Parameter: Kleine Text-Anhänge an Links, die in der Web-Analyse zeigen, aus welcher Quelle ein Besuch kam, zum Beispiel aus Google, Anzeigen oder Social Media.

FAQ

Brauchen wir wirklich eine eigene Seite pro Leistung?

Ja, wenn die Leistung eigenständig ist. So kann jemand gezielt landen, schnell verstehen und direkt handeln.

Sind Slider auf der Startseite per se schlecht?

Nicht grundsätzlich, aber sie sind oft langsam und lenken ab. Ein ruhiges, klares Titelbild mit starkem Satz wirkt meistens besser.

Wie viele Kundenstimmen sollen wir zeigen?

Zwei bis drei aussagekräftige Zitate reichen oft. Wichtig ist, dass sie echt sind und konkret beschreiben, was gut war.

Sollen wir Preise nennen?

Wenn es zu euch passt: ja. Transparenz senkt Hürden. Beispielpreise oder Pauschalen sind hilfreich.

Was ist wichtiger: Design oder Inhalt?

Beides ist wichtig. Ohne klaren Inhalt nutzt das schönste Design wenig.

Fazit

Eine erfolgreiche KMU-Website muss nicht komplex sein. Entscheidend ist, dass die zentrale Aussage sofort sitzt, Kontaktwege sichtbar sind, Inhalte gut lesbar strukturiert sind, die Seite schnell lädt und Vertrauen spürbar wird. Wenn du mit der 15-Minuten-Checkliste startest, zwei bis drei grösste Bremsen löst und den Effekt misst, verbesserst du die Wirkung Schritt für Schritt – pragmatisch, planbar und messbar.

CTA

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Luca
Inhaber und Mitgründer 27media

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