Website-Relaunch ohne Risiko: Die ultimative Checkliste für KMU


Risiken verstehen und richtig priorisieren
Die häufigsten Probleme beim Relaunch sind verlorene Sichtbarkeit bei Google, Fehlerseiten, fehlende Messung von Anfragen und ein Design, das schön aussieht, aber die Nutzerinnen und Nutzer nicht gut zum Ziel führt. Das lässt sich vermeiden, wenn du drei Dinge beachtest: Inhalte und Adressen sauber umziehen, die neue Seite auf Geschwindigkeit und Klarheit trimmen und vom ersten Tag an messen, was funktioniert.
Notiere in einem kurzen Dokument, was die neue Seite leisten soll. Beispiele: Mehr Anfragen über das Kontaktformular, klarer Leistungsüberblick, schnellere Ladezeit, bessere Darstellung auf dem Handy. Lege fest, welche Seiten bleiben, welche neu dazukommen und welche wegfallen. Schätze Aufwand und Budget grob ab. Bestimme Rollen: Wer schreibt die Texte, wer liefert Bilder, wer setzt die Seite technisch um, wer prüft und gibt frei. Falls du allein arbeitest, blocke dir Zeitfenster wie Termine im Kalender.
SEO-Prework: Inhalte und Weiterleitungen planen
Wenn sich Adressen deiner Seiten ändern, muss die Suchmaschine den Umzug verstehen. Eine Weiterleitung bedeutet: Die alte Adresse zeigt unsichtbar auf die neue Adresse. Fachbegriff 301-Weiterleitung bedeutet dauerhafte Weiterleitung. Sinnbild: Der alte Wegweiser zeigt jetzt auf die neue Tür.
Erstelle eine Liste deiner alten Seiten und ordne jeder alten Adresse genau eine neue Adresse zu. Das ist dein Umzugsplan. Übernehme gute Texte, Titel und Beschreibungen, wo sie weiterhin passen. Wo du neu schreibst, achte auf Klarheit und die wichtigsten Suchbegriffe, die deine Kundschaft wirklich verwendet, zum Beispiel Leistung plus Ort. Vermeide doppelte Inhalte. Sorge dafür, dass jede wichtige alte Seite eine 1-zu-1-Weiterleitung bekommt. Keine Sammel-Weiterleitung aller alten Seiten auf die Startseite, das löst das Problem nicht.
Inhalte und Struktur: Klar, knapp, auf den Punkt
Menschen wollen schnell verstehen, ob sie hier richtig sind. Jede Leistungsseite braucht drei Dinge: Was bietest du an, für wen und mit welchem Nutzen. Danach kommt der Ablauf in einfachen Schritten, ein klarer Kontaktweg und ein kurzer Beweis wie Kundenstimmen oder kleine Beispiele. Halte Navigation und Menüs schlank. Für regionale Sichtbarkeit helfen Leistungsseiten mit Ort, etwa “Schreinerei Jegenstorf”. Ein kurzer Fragen-und-Antworten-Block am Ende hilft Suchenden und Suchmaschine gleichermassen.
Denke an die Seite wie an einen Laden mit guten Wegen. Buttons und Links müssen eindeutig sein, Texte gut lesbar, Bilder nicht zu gross. Auf dem Handy ist der Daumen die Fernbedienung: grosse Klickflächen, kurze Absätze, keine zappelnden Effekte, die beim Tippen stören. Kontaktknöpfe wie Anrufen oder Termin vereinbaren sollten oben sichtbar sein. Vermeide Wackeln und Springen beim Laden, indem Bilder feste Breiten und Höhen bekommen. Das verhindert das Verrutschen von Elementen.
Geschwindigkeit und Technik ohne Fachchinesisch
Schnelle Seiten gewinnen mehr Anfragen. Achte auf ein paar Grundregeln. Bilder klein rechnen und in modernen Formaten wie WebP speichern. Schriften sparsam verwenden und schnell laden. Unnötige Zusatzprogramme weglassen. Einfache Startbereiche ohne schwere Slider. Browser dürfen Inhalte zwischenspeichern, das macht wiederholte Besuche schnell. Wenn möglich, statische Inhalte über ein Verteilnetz ausliefern, das heisst Inhalte kommen von einem Server in der Nähe, das beschleunigt. Dein Server sollte aktuelle Standards sprechen, damit die Verbindung flott ist.
Rechtliches und Vertrauen
Impressum und Datenschutz gehören auf jede Seite, am besten im Footer. Zeige echte Kundenstimmen mit Namen oder Firma, wenn erlaubt. Ein kurzer Abschnitt zu Arbeitsweise und Werten schafft Nähe. Ein Bild von dir in deiner Arbeitsumgebung wirkt oft stärker als Stockfotos. Prüfe die Einwilligung für Analyse- und Marketing-Cookies sauber und so unaufdringlich wie möglich. Ein stimmiges, ruhiges Design vermittelt Sicherheit.
Go-live-Plan: Testen, schalten, prüfen
Plane den Veröffentlichungstag. Vorher Testen auf einer geschützten Umgebung: Links, Formulare, Telefonnummern, Darstellung auf dem Handy, Ladezeiten. Lege die Weiterleitungen bereit. Erstelle eine neue Seitenübersicht für Suchmaschinen, die sogenannte Sitemap, das ist eine Liste deiner Seiten in Maschinenform. Schalte die Seite frei, übermittle die neue Sitemap in der Suchkonsole und beobachte Fehlerberichte und Leistungsdaten. Kontrolliere besonders die Seiten mit vielen Besuchen oder hohem Wert, zum Beispiel Kontakt und Leistungen.
Die erste Woche nach dem Start ist wichtig. Prüfe täglich, ob wichtige Seiten erreichbar sind, ob Formulare ankommen und ob die Weiterleitungen korrekt laufen. Beobachte nach zwei bis drei Wochen, wie sich Besuche, Anfragen und Telefonklicks entwickeln. Kleine Anpassungen an Texten, Überschriften und Buttons sind normal und oft nötig. Halte die Liste offener Punkte schlank und erledige sie zügig.
Rollen klären, auch wenn du allein bist
Schreibe dir zu jedem Schritt auf, ob du gerade als Texterin, als Umsetzer oder als Prüfer agierst. Das klingt banal, hilft aber beim Wechsel der Perspektive. Prüfen heisst bewusst, die Seite wie eine neue Besucherin zu betrachten: Verstehe ich auf Anhieb, was angeboten wird, wie ich Kontakt aufnehme und warum ich hier richtig bin
Die kompakte Relaunch-Checkliste
- Ziele und Umfang schriftlich festhalten
- Bestehende Seiten erfassen und neuen Seiten zuordnen
- Texte aktualisieren, klare Botschaften und Suchbegriffe
- Weiterleitungen als 301 von alt nach neu einrichten
- Navigation schlank, klare Kontaktwege
- Mobile Darstellung prüfen, grosse Klickflächen
- Bilder verkleinern, modernes Format, feste Grössen
- Schriften reduzieren und zügig laden
- Unnötige Zusatzprogramme entfernen
- Analyse und Zielmessung vorbereiten
- Sitemap erzeugen und übermitteln
- Impressum, Datenschutz, Cookie-Hinweise prüfen
- Formulare, Telefonnummern, Karten testen
- Nach dem Start Fehlerseiten und Daten beobachten
Messen, was zählt: Tracking ohne Rätsel
Lege fest, was als Erfolg gewertet wird: Anruf, Formular, Terminbuchung. In deiner Analyse legst du für diese Aktionen Ziele an. Telefonklicks lassen sich als Erfolg zählen, wenn die Nummer anklickbar ist. Für Links aus Kampagnen nutzt du kleine Zusatzteile am Link, die sogenannten UTM-Parameter. Dadurch siehst du später, welche Anzeige oder welcher Beitrag den Kontakt gebracht hat. In der Suchkonsole erkennst du, wie oft deine Seiten zu welchen Suchbegriffen gezeigt und angeklickt werden und ob es technische Probleme gibt.
Mini-Glossar in einfachen Worten
301-Weiterleitung: Dauerhafte Umleitung von einer alten Adresse auf die neue. So geht Sichtbarkeit nicht verloren.
Sitemap: Inhaltsverzeichnis deiner Website für Suchmaschinen in technischer Form.
Suchkonsole: Das kostenlose Google-Werkzeug, das dir zeigt, wie Google deine Seite sieht, wo es Probleme gibt und wofür du gefunden wirst.
UTM-Parameter: Kleine Anhängsel am Link, die in der Analyse verraten, woher ein Besuch kam, zum Beispiel aus einer Anzeige oder einem Social-Post.
Core Web Vitals: Drei Messwerte für Geschwindigkeit, Stabilität und Reaktionsfreude aus Sicht der echten Nutzerinnen und Nutzer.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
- Alle alten Seiten auf die Startseite leiten. Das verwirrt Suchmaschine und Menschen. Besser ist die genaue Zuordnung alt zu neu.
- Zu viele Menüpunkte und Ablenkungen. Jede zusätzliche Option verlangsamt Entscheidungen. Führe klar zum Ziel.
- Schwere Bildslider im sichtbaren Bereich. Sie kosten Ladezeit und bringen selten Nutzen. Ein gutes, ruhiges Bild mit klarer Aussage wirkt stärker.
- Lange Kontaktformulare. Frage nur das Nötigste, sonst springen Interessierte ab.
- Kein sauberer Test vor dem Start. Ein halber Tag zum Testen spart dir später viele kleine Pannen.
Häufige Fragen
Verliere ich beim Relaunch automatisch meine Google-Sichtbarkeit?
Nein. Wenn Weiterleitungen sauber gesetzt sind, Inhalte klarer werden und die Seite schneller und nutzerfreundlicher ist, kannst du Sichtbarkeit halten oder sogar steigern.
Brauche ich für jede alte Seite eine neue?
Nicht unbedingt. Zusammenlegen ist erlaubt, wenn die Themen wirklich identisch sind und du die stärkere neue Seite sauber befüllst. Wichtig bleibt die Weiterleitung von alt auf neu.
Soll ich den Relaunch in einer verkehrsarmen Zeit machen?
Ja, wähle eine Woche mit weniger Betrieb. Plane den Start morgens, nicht kurz vor Feierabend.
Wie viele Seiten brauche ich mindestens?
Eine starke Startseite, je eine klare Seite pro Leistung, eine Kontaktseite, Impressum und Datenschutz. Alles Weitere hängt von deinem Angebot ab.
Fazit und nächster Schritt
Ein Website-Relaunch ist dann erfolgreich, wenn er wie ein gut geplanter Umzug abläuft: Nichts geht verloren, alles Wichtige steht am richtigen Ort, der Eingang ist offen und der Weg zur Kasse kurz. Mit dieser Checkliste, klaren Weiterleitungen, schneller Technik und einer messbaren Zielsetzung bist du auf der sicheren Seite. Wenn du möchtest, überprüfe ich deinen Umzugsplan, markiere die grössten Risiken und liefere dir eine priorisierte To-do-Liste für einen sicheren Start.
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