Blog
Google Ads für KMU: So holst du mit kleinem Budget das Maximum heraus

Google Ads für KMU: So holst du mit kleinem Budget das Maximum heraus

Luca
December 19, 2025
4 min
Viele KMU denken, Werbung bei Google ist teuer. Stimmt; wenn man ohne Plan startet. Mit einer klaren Struktur, einfachen Regeln und einer passenden Zielseite kann auch ein kleines Budget Erstaunliches leisten. Dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, wie du Google Ads für dein Unternehmen in deiner Region so aufsetzt, dass du mehr passende Anfragen bekommst, ohne Geld zu verbrennen. Alles in verständlicher Sprache, mit Beispielen aus dem Alltag.

Warum Google Ads für KMU sinnvoll ist

Google Ads heisst: Du wirst genau dann gezeigt, wenn Menschen nach deiner Leistung suchen. Wer „Sanitär Notfall Bern“ oder „Treuhandbüro Jegenstorf“ googelt, hat ein konkretes Bedürfnis. Wenn deine Anzeige dort erscheint, bist du einen Klick vom Auftrag entfernt. Das funktioniert auch mit kleinen Budgets, solange du dich auf Anfragen mit hoher Kaufabsicht konzentrierst und Streuverlust vermeidest.

Grundbegriffe kurz erklärt

Keyword: Das Suchwort, das jemand bei Google eingibt. Beispiel: „Physiotherapie Burgdorf Termin“.

Anzeigenrang: Google ordnet Anzeigen je nach Relevanz, Qualität und Gebot. Du musst nicht immer am meisten zahlen, wenn deine Anzeige besser passt.

CPC (Cost per Click): Preis pro Klick. Du zahlst nur, wenn jemand wirklich klickt.

CTR (Click-Through-Rate): Anteil der Personen, die deine Anzeige sehen und klicken. Beispiel: 1000 Einblendungen, 30 Klicks = 3 Prozent CTR.

Conversion: Die gewünschte Aktion nach dem Klick. Beispiel: Formular senden, Anruf, Termin buchen.

Conversionrate: Anteil der Klicks, die zur gewünschten Aktion werden. Beispiel: 50 Klicks, 5 Anfragen = 10 Prozent Conversionrate.

Negatives Keyword: Wörter, bei denen deine Anzeige nicht erscheinen soll, um unpassende Klicks zu vermeiden. Beispiel: „gratis“, wenn du keine kostenlosen Leistungen anbietest.

Die richtige Erwartung

Was ist mit CHF 500–2'000 pro Monat machbar?
Mit CHF 500–800 pro Monat fokussierst du auf wenige, aber sehr passende Suchbegriffe in deiner Region. Mit CHF 1'000–2'000 pro Monat kannst du bereits mehrere Leistungsbereiche testen, eine eigene Kampagne für deinen Firmennamen (Markenschutz) schalten und leichtes Remarketing ergänzen. Wichtig ist: Lieber klein starten, lernen, optimieren und erst dann ausbauen. Weniger ist mehr. Eine einfache Struktur sorgt dafür, dass dein Geld dort eingesetzt wird, wo es wirkt.

Kampagne 1: Kernleistung
Ziel: Anfragen aus deiner wichtigsten Leistung.
Beispiel Sanitär-Betrieb: „Sanitär Bern“, „Sanitär Notfall Bern“, „Rohrreinigung Bern“.
Beispiel Treuhand: „Treuhand Jegenstorf KMU“, „Buchhaltung Solothurn Pauschal“.
Anzeigengruppen pro Unterthema, damit die Anzeigen genau passen: Notfall, Reparatur, Beratung.

Kampagne 2: Brand (dein Firmenname)
Ziel: Du wirst gefunden, wenn jemand gezielt nach dir sucht. Das kostet wenig, schützt aber deine Marke. Besonders dann, wenn Mitbewerber auf deinen Namen bieten.
Nutze als Keywords deinen Firmenname und häufige Schreibvarianten.

Optional Kampagne 3: Lokale Nebenregion oder zweite Leistung
Erst schalten, wenn Kampagne 1 sauber läuft. Beispiel: Neben Bern auch Köniz/Ostermundigen oder zweites Angebot wie „Heizungsservice Bern“.

Keyword-Auswahl: fokussiert und mit Absicht

Wähle Suchwörter, die auf Aufträge hindeuten, nicht nur auf Neugier. Ein paar Muster helfen:

Service + Ort: „physiotherapie bern“, „coiffeur solothurn“, „anwalt bern arbeitsrecht“

Service + Ort + intent: „sanitär bern notfall“, „treuhand jegenstorf angebot“, „zahnarzt burgdorf termin“

Problem + Ort: „wasserhahn tropft bern“, „rückenschmerzen bern“, „pneuwechsel bern preis“

Google bietet verschiedene „Match Types“ an, also wie genau ein Keyword zur Suche passen muss. Für kleine Budgets empfehle ich eine einfache Regel: Beginne mit exakten Varianten für die wichtigsten Suchanfragen. Beispielsweise “sanitär notfall bern”. Das heisst, genau diese Suche oder sehr ähnlich. Ergänze eine kleine Liste an sinngemässen Varianten, wie zum Beispiel „sanitär bern“, „sanitär notdienst bern“, „sanitär reparatur bern“. So bleibst du relevant und vermeidest teure, unpassende Klicks.

Eine gute Anzeige beantwortet drei Fragen auf einen Blick: Was bietest du, warum du, und was passiert als Nächstes. Nutze zudem die Erweiterungen wie Sitelinks (zusätzliche Links, z. B. „Leistungen“, „Preise“, „Kontakt“), Anruferweiterung (klickbarer Telefonbutton – ideal mobil) oder Standorterweiterung (zeigt Adresse/Distanz – Vertrauen und Nähe).

Die Landingpage: Hier entscheidet sich der Erfolg

Die beste Anzeige nützt nichts, wenn die Zielseite schwach ist. Stell dir vor, jemand betritt dein Geschäft: Wird er sofort abgeholt, oder irrt er ziellos umher? Eine gute Landingpage verfügt über einen klaren Titel mit Nutzen und Ort, wie beispielsweise „Sanitär Notfall in Bern – wir sind in 30–60 Minuten bei dir“. Zudem ist ein einfaches Kontaktfeld gut sichtbar platziert. Wenn du Anrufe erhalten möchtest, stelle sicher, dass die Telefonnummer sofort ersichtlich ist. Verzichte auf Menüs, die ablenken oder lange Romane.

Natürlich wisst du auch wissen, was funktioniert. Dafür brauchst du drei Dinge:

Zielmessung
Definiere, was eine „Conversion“ ist: Anruf, Formular, Terminbuchung. Richte Ereignisse in deiner Web-Analyse ein (z. B. GA4). Zähle nur echte Erfolge, nicht jeden Seitenaufruf.

Telefon-Tracking

Für lokale Anbieter oft der wichtigste Kanal. Nutze eine klickbare Telefonnummer und erfasse diese Klicks als Ziel. Wenn möglich, eine anrufbare Nummer in den Anzeigen nutzen.

UTM-Parameter

Das sind kurze Kennzeichnungen am Link, damit du in der Analyse siehst: „Dieser Kontakt kam von Anzeige X aus Kampagne Y.“ Beispiel: ?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=sanitaer_bern

Es gibt auch einige Dinge, die du vermeiden solltest. Erstelle nicht zu viele Kampagnen gleichzeitig: Das Budget verdünnt sich und du lernst zu wenig. Füttere die Kampagne nicht mit zu allgemeinen Keywords. „Marketing“ ist beispielsweise zu allgemein, „Google Ads Agentur Bern“ ist da schon wesentlich präziser. Achte darauf, dass du kein negatives Keyword-Set anfertigst: Du zahlst zwar für „gratis“, „Jobs“, „Vorlage“, erzielst aber keine brauchbare Resultate damit.

Checkliste zum Start

  1. Ziel definieren: Anruf, Anfrage oder Termin
  2. Struktur aufsetzen: Kernleistung, Brand, optional Nebenregion
  3. Keywordliste: mit Absicht, lokal, plus negatives Wörterbuch
  4. Anzeigen schreiben: Nutzen, Ort, Beweis, klare Handlungsaufforderung
  5. Landingpage erstellen: schnell, mobil, sehr klar
  6. Tracking einrichten: Conversions, Telefonklicks, UTM-Parameter
  7. Wöchentliche Routine: aufräumen, testen, verbessern

Häufige Fragen

Ist mein Budget zu klein für Google Ads?

Nein. Klein bedeutet nur: fokussierter. Mit wenigen, aber starken Suchbegriffen und klarer Landingpage kannst du sehr effizient sein.

Muss ich jeden Tag optimieren?

Nein. Eine wöchentliche Routine reicht. Wichtig ist die Konstanz.

Was mache ich, wenn die Klickpreise steigen?

Noch genauer werden: bessere Anzeigen, schärfere Keywords, mehr negative Wörter, und die Landingpage verbessern. So bleibt der Ertrag stabil.

Brauche ich unbedingt eine eigene Landingpage?

Unbedingt ja. Die Startseite ist oft zu allgemein. Eine klare, schnelle Seite pro Angebot macht den Unterschied.

Fazit

Google Ads ist kein Glücksspiel. Mit einer schlanken Struktur, passenden Suchbegriffen, einer starken Anzeige und einer einfachen, schnellen Zielseite kannst du auch mit kleinem Budget neue Anfragen gewinnen. Gerade, wenn dein Geschäft regional agiert. Wichtig ist das Zusammenspiel: Die Anzeige weckt Interesse, die Landingpage macht es leicht, Kontakt aufzunehmen, und dein Tracking zeigt dir, was wirklich lohnt.

Luca
Inhaber & Mitgründer 27media

Die aktuellsten Blogbeiträge

Attraktive Websites – ein Plädoyer

Attraktive Websites – ein Plädoyer

Luca
January 2026
4 min
Deine Website als Instrument zur Interaktion mit Kunden

Deine Website als Instrument zur Interaktion mit Kunden

Luca
January 2026
2 min
Marketing-Erfolg messen für KMU: einfache KPIs, klares Reporting, bessere Entscheidungen

Marketing-Erfolg messen für KMU: einfache KPIs, klares Reporting, bessere Entscheidungen

Luca
January 2026
6 min
Die 8 häufigsten Webdesign-Fehler bei KMU – und wie du sie vermeidest

Die 8 häufigsten Webdesign-Fehler bei KMU – und wie du sie vermeidest

Luca
January 2026
3 min
Website-Relaunch ohne Risiko: Die ultimative Checkliste für KMU

Website-Relaunch ohne Risiko: Die ultimative Checkliste für KMU

Luca
December 2025
6 min
Google Ads für KMU: So holst du mit kleinem Budget das Maximum heraus

Google Ads für KMU: So holst du mit kleinem Budget das Maximum heraus

Luca
December 2025
4 min

Bereit für einen besseren Webauftritt?

Fragen zu Webdesign oder SEO? Ruf uns ungeniert an oder schreib uns eine Nachricht.